/logo.jpg

Kleine Eierkunde - Fragen und Antworten

  • Eier - die Cholesterinbomben: Dürfen wir wirklich nur wenige Eier in der Woche essen?

    Nicht mehr als 2 Eier in der Woche - so wurde es jahrelang propagiert und verdarb dem Gesundheitsbewussten den Genuss am Frühstücksei. Heute weiß man, dass der Cholesteringehalt der Nahrungsmittel praktisch keinen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut hat. Viel mehr sind Eier ein nahezu perfektes Nahrungsmittel, das vitamin- und mineralstoffreich ist und sogar wertvolle ungesättigte Fettsäuren enthält.

    "Nimm ein Ei mehr!" - diesem Slogan dürfen Sie wieder ohne schlechtes Gewissen folgen.

  • Was bedeutet der Stempel auf den Eiern?

    /ei-mit-code.jpg

    Die Erklärung finden Sie im Innendeckel jeder Eierpackung:
    Das abgebildete Ei ist:

    0
    DE
    1265013
    ein Bioei
    aus Deutschland
    aus dem Stall mit dieser Schlüsselnummer
    -12 steht für Brandenburg

    Auf unseren Eiern finden Sie zusätzlich den Stempel: Falkenthal

    /code.jpg

  • Nur Eier der Güteklasse A

    In den Einzelhandel gelangen heutzutage praktisch ausschließlich Eier der Güteklasse A
    Güteklasse A
    frische Eier, deren Schale sauber und unverletzt und ohne Verformungen ist
    Dies sind, die üblichen Eier im Einzelhandel
    Güteklasse B
    2. Qualität (z.B. Verformungen) oder gelagert (früher Kühlhauseier genannt)
    Kommen heute kaum noch in den Handel
    Güteklasse C
    aussortiert
    für die Nahrungsmittelindustrie bestimmt

    Eier der Güteklassen B und C müssen mit der Güteklasse (B bzw. C) gestempelt sein.

  • Je frischer, desto besser der Geschmack?
    Das stimmt nicht ganz. Natürlich verlieren Eier, die zu lange gelagert wurden, an Geschmack. Doch Eier brauchen ca. 3 Tage Reifezeit, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Daher schmecken Eier am 4.-6.Tag nach dem Legen am besten. Erst dann sollten sie auch erst als gekochtes Frühstücksei gegessen werden. Ganz legefrische Eier lassen sich nicht pellen.

  • Frisch oder alt? Wie prüfen Sie das?

    /glas.jpg

    Auf Handelsware gibt das aufgestempelte Legedatum Auskunft. Es gibt aber auch bewährte Hausfrauentests
    Der Wassertest: Ein frisches Ei bleibt quer am Boden liegen, legt man es in ein Glas Wasser. Je mehr es sich aufstellt, desto älter ist es. Eier, welche sogar schwimmen, sollte man nicht mehr verwenden. Dies liegt daran, dass nach und nach Luft durch die Eierschale tritt und die Luftkammer im inneren vergrößert.
    Ein aufgeschlagenes Ei bleibt, wenn es frisch ist, kompakt mit gewölbtem Dotter. Ein Ei, das förmlich zerfließt, ist alt. Die Eiweißstrukturen beginnen sich zu zersetzen. Ein verdorbenes Ei riecht unverkennbar.

  • Weiße Eier - braune Eier: Wie kommt eigentlich die Farbe zustande?

    /braun-weiss.jpg

    Die Farbe der Eier hängt nicht, wie oft angenommen, vom Futter ab. Vielmehr gibt es Rassen, welche weiße Eier legen und Rassen, welche braune Eier legen. Da gegenwärtig die Verbraucher braune Eier bevorzugen, werden überwiegend Rassen gehalten, welche braune Eier legen; so auch in unserem Betrieb.
    Das erklärt die Knappheit der ausschließlich zu Ostern gefragten weißen Eier.

  • Große Eier - kleine Eier: Hat das etwas mit der Qualität zu tun?

    Nein. Junghühner legen kleinere Eier, ältere Hühner größere. Auch die gehaltene Rasse spielt bei der Eiergröße eine Rolle.
    Die Eier werden nach Handelsklassen sortiert:
    Klasse XL
    über 73 Gramm
    Klasse L
    63 - 73 Gramm
    Klasse M
    53 - 63 Gramm
    Klasse S
    unter 53 Gramm
  • Freilandhaltung = BioEi ?

    Nicht ganz. Zwar kommen Bioeier immer aus Freilandhaltung, doch ist nicht jedes Ei aus Freilandhaltung auch ein Bioei. Freiladhaltung bedeutet lediglich, dass den Hühnern ein Auslauf im Freien zur Verfügung steht. Bei Bioeiern stammt das Futter aus ökologischem Anbau und auch der Auslauf muss zusätzliche Qualitätskriterien erfüllen.

  • Dunkelgelbe Dotterfarbe = gesünderes Ei aus Freilandhaltung?

    /dotter.jpg

    Das kann man aus der Dotterfarbe nicht ableiten. Die Farbe des Dotters hängt vom Futter ab. In industriemäßigen Legebatterien werden dem Futter Farbstoffe beigegeben, die für eine gleichbleibend intensive Eierfarbe sorgen. Dies ist in der Bio-Hennenhaltung verboten. Deshalb kann die Dotterfarbe je nach jahreszeitlichem Futterangebot wechseln.

  • Wie haltbar sind Eier?

    Eier haben eine natürliche Schutzschicht, die eine gewisse Zeit das Ei vor Verderbnis schützt. Dies ist notwendig, weil die Henne etwa 3-4 Wochen die Eier im Nest sammelt, ehe sie zu brüten beginnt. Dazu sucht sie sich einen Platz, der nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Etwa so lange hält sich also auch ein richtig gelagertes Ei. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Handelseiern ist auf 28 Tage nach dem Legen festgesetzt. Ab dem 18. Tag sollten Eier gekühlt gelagert werden. Auch nach dem 28. Tag sind Eier gegart noch verwendbar, sollten aber nicht mehr roh verarbeitet werden. Ab dem 18. Tag gut gekühlt, sind Eier etwa 2-4 Wochen über das Haltbarkeitsdatum hinaus essbar, also insgesamt bis etwa 6-8 Wochen nach dem Legen. Frischeierspeisen bereitet man sicherheitshalber mit frischen Eiern bis zum 18. Tag nach dem Legen zu.

  • Wo sollte man Eier lagern?

    Das die Eierschale luftdurchlässig ist, sollten Eier möglichst getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Sie nehmen leicht Fremdgerüche an. Im Kühlschrank sollte man daher stark riechende Lebensmittel gut luftdicht verpacken, wenn Eier im Kühlschrank sind. Gekühlte Eier bleiben selbstverständlich länger frisch. Doch frische Eier zum Verbrauch innerhalb der nächsten Tage können genauso gut in der Verpackung bei Zimmertemperatur gelagert werden. Omas Küchenschrank hatte eine extra Eiablage.
 
 

Biohof Falkenthal • Ausbau 8b • 16775 Löwenberger Land / OT Falkenthal • Telefon: 033088 / 70910